Studie: US-Banken haben Vorteile gegenüber europäischen Mitbewerbern

06.04.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Einzelhandel in Euro-Zone legt im Februar leicht zu

Die Umsätze der europäischen Einzelhändler sind nach einem schwachen Jahresstart im Februar mit einem Plus von 0,1% wieder leicht gestiegen. Von Volkswirten wurde nach einem Rückgang von 0,3% im Jänner für Februar ein Plus von 0,5% erwartet. Die größten Zuwächse gab es bei Kraftstoffen, Lebensmitteln, Getränken und Tabak - rückläufig waren hingegen die Online-Umsätze, sowie der Verkauf von elektrischen Geräten und Möbeln.

AMERIKA

US-Handelsdefizit erreicht höchsten Stand seit 2008

Das US-Handelsministerium in Washington teilte am Donnerstag mit, dass der negative Saldo aus Exporten und Importen im Februar einen neuen Höchstwert von 57,6 Milliarden Dollar erreicht hat. Dies ist der niedrigste Wert seit 2008 und geht zur Hälfte auf das Konto von China, weshalb US-Präsident Donald Trump der Volksrepublik China mit Strafzöllen auf über 1000 Produkte mit einem Handelsvolumen von 50 Milliarden Dollar gedroht hat. Mitverantwortlich für den sechsten Anstieg des Defizits in Folge waren auch gestiegene Importpreise für Rohstoffe.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAP SCHLIESST CALLIDUS-ÜBERNAHME AB

Der deutsche Softwareriese hat die Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Callidus abgeschlossen und 36 US-Dollar pro Anteilsschein auf den Tisch gelegt. Callidus  ist auf Systeme zum Customer Relationship Management spezialisiert und soll SAP helfen, im Bereich Kundenmanagement Fuß zu fassen. Diesen Bereich dominiert derzeit der US-amerikanische Konkurrent Salesforce. Dies will SAP CEO McDermott jedoch ändern. Man erwartet sich, dass Callidus ab 2019 positiv zur Gewinnentwicklung betragen kann.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

STUDIE: US-BANKEN HABEN VORTEILE GEGENÜBER EUROPÄISCHEN MITBEWERBERN

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) stieg das operative Ergebnis - also vor Steuern - der europäischen Top-Banken im Vorjahr gegenüber 2016 um 72% auf insgesamt 71 Milliarden Euro. Die (gemessen an der Bilanzsumme) zehn größten US-Geldinstitute verbuchten zwar einen Rückgang um 7%. Dennoch war der operative Gewinn mit zusammengerechnet 154 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie in Europa. Nach wie vor belasteten Abschreibungen und Umbaukosten die europäischen Banken.

Im Verlauf der kommenden Monate und Jahre könnte sich die Kluft zwischen europäischen Banken und der US-Konkurrenz wieder vergrößern, befürchten die Experten von Ernst & Young. Dann würden die Geldinstitute in den Vereinigten Staaten von der dortigen Steuerreform Rückenwind erhalten, die 2017 noch die Bilanzen belastete, während Europas Geldhäusern zudem mit dem historisch niedrigen Zinsumfeld zu kämpfen hätten: In vielen Banken sei das Zinsgeschäft kaum noch oder gar profitabel. In den USA hingegen hat die Notenbank erste Zinsanhebungen vorgenommen.

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