Russland will auf US-Sanktionen reagieren

10.04.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Bauen in Deutschland wird deutlich teurer

Die Baukosten sind in Deutschland so stark gestiegen, wie seit neun Jahren nicht mehr. Für den Neubau von herkömmlich gefertigten Wohngebäuden musste im Februar auf Jahressicht um 4,0% mehr bezahlt werden. Das bedeutet den höchsten Anstieg der Baupreise seit dem November 2007. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Als Hauptgründe für diese Entwicklung werden von der Bau- und Wohnungswirtschaft vor allem eine große Anzahl neuer Vorschriften sowie Lieferengpässe angeführt. Auch für gewerbliche Betriebsgebäude mussten die Bauherren tiefer in die Tasche greifen, die Neubaupreise legten um 4,1% zu. Ebenso deutlich fiel der Preisanstieg beim Straßenbau aus, dieser verteuerte sich um 5,3%.

AMERIKA

CB-Beschäftigungsindex in den USA bleibt stabil

Der vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board berechnete Beschäftigungsindex ist auch im März stabil geblieben. Der Indexstand liegt derzeit bei 107,7 Punkten. Für den Vormonat wurde er nachträglich auf 107,3 Zähler berichtigt. Der Index umfasst acht verschiedene Indikatoren, wie z.B. Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, Anzahl der Zeitarbeitskräfte, Industrieproduktion und Handel.

ASIEN

Chinas Präsident kündigt Öffnung der Märkte für Ausländer an

In einer Rede am Dienstag hat sich Chinas Präsident Xi Jinping für eine Öffnung der Wirtschaft seines Landes für ausländische Investoren ausgesprochen. Darüber hinaus sollen die Zölle auf Importe von Automobilen erheblich gesenkt werden. Auch der Schutz von geistigem Eigentum ausländischer Unternehmen soll verstärkt werden und somit generell die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investitionen aus dem Ausland verbessert werden. Ein drohender Handelskrieg zwischen den USA und China hatte zuletzt die Börsen weltweit verunsichert.

UNTERNEHMENS-NEWS

LVMH STARTET MIT EINEM UMSATZPLUS INS NEUE JAHR

Der französische Luxuskonzern LVMH erzielte im 1. Quartal rund 13% mehr Umsatz als noch im Vorjahr. Dieser liegt nun bei 10,85 Milliarden Euro. Analysten hatten durch die Bank nur mit einem Plus von 9% gerechnet. LVMH profitierte in den letzten drei Monaten vor allem von guten Geschäften im Reich der Mitte. In China ist die Nachfrage nach Luxusuhren beziehungsweise –schmuck so stark angezogen wie seit Jahren nicht mehr.

NOVARTIS AUF EINKAUFSTOUR

Der Schweizer Pharmariese sicherte sich die Dienste von AveXis. Das US-amerikanische Unternehmen beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Gentherapie-Plattform zur Behandlung von schweren und bisher wenig adäquat behandelten Krankheiten. 8,7 Milliarden US-Dollar legt Novartis für den Konkurrenten auf den Tisch und erhofft sich dadurch eine deutliche Stärkung seines Gentherapie-Geschäftes. AveXis soll bis 2020 mehrere Milliarden zum Umsatz beisteuern und auch den operativen Gewinn deutlich ankurbeln. Mitte des Jahres soll die Transaktion unter Dach und Fach sein.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

RUSSLAND WILL AUF US-SANKTIONEN REAGIEREN

Nachdem die Vereinigten Staaten ihre Sanktionen gegen Russland abermals verschärft haben, schreiten diese nun zum Gegenschlag. Ministerpräsident Dmitri Medwedew sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax davon, dass die Maßnahmen der USA nicht gerechtfertigt seien. Aus diesem Grund soll den heimischen Unternehmen, die von den neuerlichen Maßnahmen der Amerikaner betroffen sind, unter die Arme gegriffen werden.

Letzten Freitag hatten die USA neuerliche Maßnahmen gegen Russland verhängt. Die Maßnahmen betreffen vor allem Präsident Putin nahestehende Oligarchen und Firmen, deren Vermögen in den Vereinigten Staaten eingefroren wird. Die Begründung von Seiten der USA ist unter anderem das angebliche Einmischen der Russen in den US-Präsidentschaftswahlkampf. Russland bestreitet dies aber weiterhin vehement.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück