China präsentiert Zeitplan für Öffnung des Finanzsektors

12.04.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Maschinenbauern gelingt guter Jahresstart

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Die Produktion konnte um real 3,9% auf rund 223 Milliarden Euro gesteigert werden, sagte VDMA-Chef Martin Welcker in einem Interview am Mittwoch. Die Stimmung und die Zahlen der Branche seien ausgezeichnet, die Prognosen für das laufende Jahr werden gerade überprüft und gegebenenfalls angepasst. Besonders bei den Auftragseingängen setzt sich die Dynamik in den ersten Monaten weiter fort. Der Verband hofft allerdings, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China diese gute Investitionsneigung nicht nachhaltig schädigt.

AMERIKA

US-Inflation nähert sich Zielmarke der US-Notenbank an

Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, ist die Inflation im März auf Jahressicht um 2,4% angestiegen. Dieser Wert war von den Experten auch erwartet worden. Im Februar lag die Teuerungsrate noch bei 2,2%. Auch die von den Währungshütern der US-Notenbank vielbeachtete Kernrate, ohne die volatilen Preise von Energie und Lebensmittel, legte um 2,1% zu. Dieser Wert lag zuletzt noch deutlich unter der angestrebten Zielmarke der Fed von 2,0%. Damit erhöhen sich nun auch von Seiten der Inflation die Chancen auf weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr.

ASIEN

Deutsche Unternehmen bei Chinas Investoren weiter stark gefragt

Deutschlands Unternehmen stehen bei chinesischen Investoren weiter hoch im Kurs. Noch nie zuvor haben chinesische Unternehmen Beteiligungen und Firmen in Deutschland gekauft wie im letzten Jahr. Das Gesamtvolumen der getätigten Käufe belief sich auf rund 11 Milliarden Euro. Das bereitet auch dem Verfassungsschutz Sorgen. Auf einer Konferenz am Mittwoch in Berlin meinte Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen, dass China mit diesen Investitionen immer stärker die Möglichkeit nutzt, um sich völlig legal deutsches Know-how anzueignen.

UNTERNEHMENS-NEWS

E.ON: STROMLOBBY SIEHT KEINE GEFAHR FÜR WETTBEWERB BEI INNOGY-DEAL

Der Chef des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Stefan Tapferer, sieht keine Probleme für den Wettbewerb durch den Mega-Deal. Weder im Bereich der Kraftwerke noch im Strom- und Gasvertrieb sollte es negative Auswirkungen geben. Das Netzgeschäft sei stark staatlich reguliert. Zuletzt hatte es vor allem von der Konkurrenz Bedenken in diese Richtung gegeben. Aber auch E.On und die RWE wiesen diese Kritik zurück. Nach der Übernahme von Teilen der RWE-Tochter Innogy wird E.On rund 50 Millionen Kunden mit Strom versorgen und etwa 70.000 Mitarbeiter beschäftigen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINA PRÄSENTIERT ZEITPLAN FÜR ÖFFNUNG DES FINANZSEKTORS

Chinas Präsident Xi Jinping hat am Mittwoch im Rahmen des jährlichen Wirtschaftsforums in Boao erstmals einen konkreten Zeitrahmen für die schon länger angekündigte Öffnung des Finanzsektors genannt. Demzufolge sollen die Maßnahmen bis Ende dieses Jahres umgesetzt werden, einige sollen bereits im Juni in Kraft treten. Dazu zählt die Erlaubnis für ausländische Firmen, sich an Treuhand- und Leasinggesellschaften zu beteiligen sowie am Geschäft mit Auto- und Verbraucherkrediten.

Die chinesische Notenbank bestätigte zudem, dass die geplante Handelsverbindung zwischen den chinesischen Aktienbörsen und der Börse in London bis Ende dieses Jahres stehen soll. Die Beteiligungsgrenze für ausländische Investoren an Gesellschaften im Wertpapier-, Fonds-, Futures- und Lebensversicherungsgeschäft soll nach Informationen der Zentralbank in den nächsten Monaten auf 51% angehoben und später ganz abgeschafft werden.

Angekündigt wurde dies schon im November. Tags zuvor hatte Xi Jinping bereits die Ankündigungen des Landes wiederholt, die Wirtschaft für ausländische Investoren weiter zu öffnen. Dies wurde als versöhnliches Signal im Handelsstreit mit den USA gewertet. Eine Einigung in dem Konflikt erwarten auch die Ratingagenturen Moody’s und Fitch. Zudem erklärten sie am Mittwoch, die von den USA in Aussicht gestellten Zölle auf chinesische Waren würden nur beschränkte Auswirkungen auf die Wirtschaft Chinas nach sich ziehen.

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