Deutsche AKB-Betreiber sollen Entschädigungen bekommen

02.05.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation in Deutschland bleibt im April unverändert

Die Teuerungsrate in Deutschland ist im April auf dem Niveau des Vorjahres gestiegen, die Verbraucherpreise lagen um 1,6% höher als im Vorjahr. Das geht aus dem Bericht des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Montag hervor. Auch im Vergleich zum Vormonat blieb die Inflationsrate stabil nach einem Plus von 0,4% im März. Als Preistreiber werden die Lebensmittel mit plus 3,4% angeführt. Energie verteuerte sich auf Jahressicht um 1,2%. Verbilligt haben sich dagegen im April Pauschalreisen. Als Grund werden die heuer sehr frühen Osterfeiertage angegeben. Die deutsche Bundesregierung erwartet für das heurige Jahr eine unveränderte Rate zum Jahr 2017 bei 1,8%.

AMERIKA

US-Industrie legt an Schwung zu

Das Klima in den US-Industriebetrieben hat sich im April weiter verbessert. Der vom IHS-Markit Institut berechnete Einkaufsmanagerindex ist von 55,6 Punkten aus dem Vormonat auf 56,5 Punkte angestiegen. Damit konnte die stärkste monatliche Verbesserung der Geschäftsbedingungen seit dem September 2014 erzielt werden, meinte dazu IHS-Chefökonom Chris Williamson. Die letzte monatliche Umfrage lasse nach einem moderaten BIP-Wachstum von 2,3% im ersten Quartal eine weitere Beschleunigung der Konjunktur im zweiten Quartal erwarten. Besonders deutlich sind die Steigerungen bei den gezahlten Preisen ausgefallen. Der Grund dafür waren höhere Kostenbelastungen für die Unternehmen, die an die Kunden weitergegeben wurden.

ASIEN

Stimmung in chinesischen Klein- und Mittelbetrieben verbessert sich

In den Chefetagen der kleinen und privaten Industriebetriebe in China hat sich die Stimmung im April wieder etwas aufgehellt. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ veröffentlichte Stimmungsindex ist im April auf 51,1 Punkte angestiegen. Damit konnte er sich von seinem Tiefststand von 51,0 Zählern im März etwas erholen. Der bereits am Montag veröffentlichte Index für die großen und staatsnahen Betriebe ging leicht zurück. Beide Indikatoren deuten auf ein weiteres solides Wachstum der Branche hin. Mit einem Wachstum von 6,8% im ersten Quartal hat die chinesische Wirtschaft Stärke bewiesen und liegt damit derzeit über dem erklärten Jahresziel der chinesischen Regierung von 6,5%.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ AUF EINKAUFSTOUR

Der Schweizer Lebensmittelriese verstärkt sein Engagement im Tiernahrungsgeschäft und erwirbt zu diesem Zweck das britische Unternehmen Tails.com. Der Hundefutterhersteller vertreibt seine Produkte über das Internet und geht dabei auf die individuellen Bedürfnisse der Vierbeiner bzw. deren Besitzer ein. Nestlé kommt damit mit seinen Bemühungen zu einer Neuausrichtung des Konzerns wieder ein Stück weiter. Unter Neo-CEO Mark Schneider will man sich verstärkt auf wachstumsstarke Geschäftsfelder wie Kaffee, Tiernahrung, Wasser und Säuglingsnahrung konzentrieren. Von anderen, weniger lukrativen Geschäftsteilen will man sich trennen. Hier gab es auch bereits Fortschritte zu beobachten. So wechselte das zuletzt schwächelnde Süßwarengeschäft bereits den Besitzer.

BASF NIMMT ERSTE HÜRDE BEI BAYER-DEAL

Für die Übernahme der Crop-Science Sparte von Bayer erteilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Kommission nun ihren Segen. Unter Auflagen übernimmt BASF nun Geschäftsteile im Wert von mehr als 6 Milliarden Euro. Im Gegenzug muss jedoch ein Forschungsprogramm für Totalherbizide abgegeben werden. Ganz vom Tisch ist der Fall jedoch noch nicht. Die Kommission prüft nach wie vor, ob BASF in der Lage ist, dem neu formierten Konkurrenten Bayer-Monsanto Paroli zu bieten.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DEUTSCHE AKB-BETREIBER SOLLEN ENTSCHÄDIGUNGEN BEKOMMEN

Die vereinbarten Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke könnten einem Medienbericht zufolge nicht verlängert werden. Spätestens am 31. Dezember 2022 hat nach einer der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorliegenden Novelle des Atomgesetzes das letzte Atomkraftwerk vom Netz zu gehen. Stattdessen sollen die Kraftwerkbetreiber Vattenfall und RWE finanziell in der Größenordnung von rund einer Milliarde Euro dafür entschädigt werden, dass sie beim Atomausstieg 2011 benachteiligt worden seien, wie die "tageszeitung" laut Vorabbericht in der Montagausgabe vermeldete.

Die Redaktion berief sich dabei auf einem übermittelten Entwurf des Bundesumweltministeriums über eine Änderung des Atomgesetzes. Die genaue Summe werde 2023 ermittelt, da erst dann feststehen werde, wie hoch die entgangenen Gewinne seien. Im Gesetzentwurf stehe, dass die Ausgaben „einen niedrigen einstelligen Milliardenbereich nicht überschreiten, wahrscheinlich jedoch im oberen dreistelligen Millionenbereich liegen werden.“ Dieser Betrag wäre dem Blatt zufolge deutlich geringer als jene 19 Milliarden Euro, die die Konzerne ursprünglich gefordert haben. Das Gesetz ist dem Bericht nach am vergangenen Freitag zur Abstimmung in die anderen Ressorts geschickt worden. Jedoch sei noch offen, wann der Entwurf im Kabinett beraten werde.

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