Fed hält Leitzins konstant

03.05.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Arbeitslosenquote im Euroraum bleibt stabil

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone hat sich im März wie erwartet nicht verändert. Wie das Statistikbüro Eurostat berichtete, ist sie auf dem Stand vom Februar bei 8,5% unverändert geblieben. Insgesamt waren im März 13,824 Millionen Menschen im Euroraum als arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Rückgang zum Vormonat um 83.000 Personen, auf Jahressicht gab es im März um 1,414 Millionen Arbeitslose weniger. Am wenigsten Arbeitslose meldeten die Länder Malta (3,3%) und Deutschland (3,4%), die höchsten Raten verzeichneten Griechenland (20,6%) und Spanien (16,1%). Bei den Arbeitslosen unter 25 Jahren lag die Anzahl im März bei 2,449 Millionen, das bedeutet einen Rückgang um 305.000 Personen gegenüber dem Vorjahr.

AMERIKA

US-Privatwirtschaft stockt ihre Personalbestände auf

Der amerikanische Arbeitsmarkt präsentiert sich nach wie vor in sehr guter Verfassung. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP vom Mittwoch hervor. Im April sind in den privaten US-Unternehmen 204.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Damit konnten die Schätzungen der Analysten von 198.000 neuen Jobs deutlich übertroffen werden. Der ADP-Bericht umfasst etwa 400.000 US-Unternehmen mit rund 23 Millionen Beschäftigten und gilt als Indikation für den offiziellen Arbeitsmarkt der Regierung, der am Freitag veröffentlicht wird. Dieser beinhaltet auch die Angestellten im Staatsdienst.

ASIEN

China empfängt hochrangige US-Handelsdelegation

Am Mittwoch ist eine hochrangige Delegation zu Gesprächen in Peking eingetroffen. Neben US-Handelsminister Wilbur Ross und Finanzminister Steven Mnuchin nimmt auch der neue Wirtschaftsberater Larry Kudlow an der Konferenz teil. Sie treffen dort unter anderem mit Vize-Ministerpräsident Liu He zusammen, um eine Lösung im laufenden Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern zu erarbeiten. Laut einer Twitter-Meldung von Präsident Trump solle versucht werden, eine Chancengleichheit im Handel zu schaffen. Vor allem die Pflichtbeteiligung von einheimischen Unternehmen bei Geschäften in China wird von den USA stark kritisiert. Zudem verlangen die USA von China, ihren Handelsüberschuss zu senken.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE VERKAUFT MEHR IPHONES ALS ERWARTET

Der Techriese aus dem Silicon-Valley konnte mit der Präsentation der Quartalszahlen viele Anleger und Analysten überraschen. In den letzten Wochen und Monaten wurden Bedenken laut, dass sich das Flaggschiff des Konzerns, das iPhone, nicht mehr so gut verkaufen würde wie in den Jahren zuvor.

Dem war aber letztendlich nicht so: Apple konnte im abgelaufenen Geschäftsquartal mit 52,2 Millionen verkauften iPhones um 3% mehr als noch im Vorjahreszeitraum absetzen. Damit kletterte der Umsatz um 16% auf 61,1 Milliarden US-Dollar. Der Überschuss stieg ebenfalls um rund 25% auf 13,8 Milliarden US-Dollar an.

Firmenchef Tim Cook zeigt sich zufrieden. Der Konzern habe sich gut entwickelt. Auch die Erlöse aus dem Service-Geschäft rund um den Apple Store verzeichneten ansehnliche Wachstumsraten. Apple entzückte die Anleger aber auch mit einer Ausweitung des bestehenden Aktienrückkaufprogramms und auch die Quartalsdividende dürfte Angaben zufolge erhöht werden. Die Aktie schloss den gestrigen Handelstag mit einem Plus von gut 4%.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

FED HÄLT LEITZINS KONSTANT

Die US-Notenbank hat in ihrer gestrigen Sitzung den Leitzinssatz unverändert gelassen. Somit bleibt der Leitzins auf dem Niveau zwischen 1,5 und 1,75%. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage in den USA rechnen viele Marktteilnehmer jedoch bereits im Juni mit einer Anpassung nach oben. Mit dem Hinweis auf das Erreichen des selbst gesteckten Inflationsziels bekräftigte die Fed diese Erwartungen.

Im März lag die Inflationsrate mit 1,9% bereits nahe an der Zielvorgabe der US-Notenbank und werde sich laut Prognose der Fed auch mittelfristig auf diesem Niveau bewegen. Zudem liegt die Arbeitslosenquote mit derzeit 4,1% auf dem niedrigsten Niveau seit 17 Jahren.

EU-KOMMISSION PLANT HÖHERES HAUSHALTSBUDGET

Wie die EU-Kommission gestern mitteilte, soll das EU-Budget in den Jahren 2021 bis 2017 auf 1280 Milliarden ansteigen. Das Budget wird immer über sieben Jahre geplant - zuletzt waren es zirka 1090 Milliarden.

Durch den Austritt der Briten fällt ab 2021 ein großer Nettozahler weg. Das dürfte ab 2021 ein Loch von rund 14 Milliarden per anno ergeben. Durch die Einführung einer Plastiksteuer und Kürzungen soll dies jedoch ausgeglichen werden. Letztere soll es etwa im Bereich der Landwirtschaft geben und der Förderung von strukturschwachen Regionen. Mehr Förderungen soll es hingegen in den Bereichen Entwicklungshilfe und Forschung geben, sowie bei der Grenzschutztruppe Frontex.

In Zukunft sollen die Mittel an die Einhaltung von Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit gekoppelt werden. Somit sollen im Falle von Missbrauch der Gelder diese einfacher zurückgefordert werden können.

Die Haushaltsplanung zwischen EU-Kommission und Mitgliedsländern ist für gewöhnlich recht beratungsintensiv. Die letzte Budgetplanung dauerte knapp zweieinhalb Jahre. Für die amtierende Kommission könnte dies eng werden. Kommendes Jahr steht nämlich nach der Europawahl eine Neubesetzung an.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück