Argentinien und USA erzielen Einigung bei Stahl- und Aluminiumquote

04.05.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

EU-Kommission rechnet weiter mit Aufschwung in der Eurozone

Trotz neuer Risiken ist die EU-Kommission davon überzeugt, dass sich der Wirtschaftsaufschwung im Euroraum in diesem und im nächsten Jahr fortsetzen wird. In ihrer aktuellen Frühjahrsprognose soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums heuer um 2,3% steigen, für das nächste Jahr werden 2,0% Wachstum prognostiziert. Exporte und Investitionen haben zugenommen, gleichzeitig profitiert die Wirtschaft vom kräftigen privaten Konsum. Die Inflationsrate sieht die Kommission wie bereits im Herbst bei 1,5% für heuer und 1,6% für das Jahr 2019.

AMERIKA

US-Handelsbilanzdefizit fällt dank Rekord bei Exporten deutlich niedriger aus

Das US-Handelsbilanzdefizit konnte im März dank starker Exporte und geringerer Importe deutlich gesenkt werden. Der Minussaldo belief sich laut dem Bericht des US-Handelsministeriums auf 48,96 Milliarden Dollar. Dieser Wert liegt deutlich unter den Prognosen der Volkswirte. Diese hatten mit einem Defizit in der Höhe von 49,60 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte konnten mit einem Plus von 2,0% auf einen Rekordwert von 208,53 Milliarden Dollar gesteigert werden. Gleichzeitig sanken die Einfuhren in die USA um 1,8% auf 257,48 Milliarden Dollar. Besonders die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen nach China legten um mehr als ein Viertel zu.

ASIEN

US-Finanzminister meldet gute Handelsgespräche mit China

Kurz vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde am Freitag hat US-Finanzminister Mnuchin den guten Verlauf der Gespräche betont. Ein Durchbruch mit einem grundlegenden Wandel der chinesischen Wirtschaftspolitik wird allerdings nicht erwartet. Allerdings könnte durch ein kurzfristiges Entgegenkommen bei den Verhandlungen ein Aufschub der angedrohten US-Zölle erwirkt werden. Damit würde ein weiterer Verhandlungsspielraum geschaffen werden. Importzölle auf Stahl-und Aluminiumprodukte sind bereits in Kraft, weitere Aufschläge für andere Produkte sollen ab Juni gelten. China gilt als der größte Handelspartner der USA. Der Exportüberschuss gegenüber den Vereinigten Staaten beträgt 375 Milliarden Dollar.

UNTERNEHMENS-NEWS

BASF: STARKER EURO BRINGT GEGENWIND

Der deutsche Chemieriese blickt auf ein solides erstes Quartal zurück. In den ersten drei Monaten konnte BASF seinen operativen Gewinn dank eines unerwartet starken Basischemikaliengeschäfts um 2% auf 2,5 Milliarden Euro steigern. Die Erlöse gingen hingegen um 1% zurück. Hier machte sich der starke Euro negativ bemerkbar und zehrte die erzielten Absatzsteigerungen auf.

Noch BASF-Chef Kurt Bock, der sein Amt an Martin Brudermüller übergeben wird, zeigte sich zufrieden und bestätigte die Erwartungen für das Gesamtjahr. Man rechnet somit weiterhin mit einem leichten Anstieg sowohl der Erlöse wie auch des bereinigten Betriebsgewinns.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ARGENTINIEN UND USA ERZIELEN EINIGUNG BEI STAHL- UND ALUMINIUMQUOTE

Im Gegenzug für die Einigung gibt es für Argentinien von Seiten der USA bis zur vorgesehenen Obergrenze eine Befreiung der Strafzölle. Das teilte Argentiniens Produktionsminister Francisco Cabrera gestern mit. Die Verhandlungen mit Brasilien wurden von den Vereinigten Staaten hingegen abgebrochen, so das brasilianische Außenministerium. Argentinien darf laut Einigung nun bis zu 100% der durchschnittlichen Aluminiumausfuhren der letzten drei Jahre zollfrei einführen. Für Stahl liegt die Grenze sogar bei 135%.

Im Fall von Brasilien war das Land von den USA vor die Wahl gestellt worden, ob eine Quotenregelung oder die Zollerhöhung zum Tragen kommen soll. Während die Aluminiumindustrie eher für die 10% Zoll optiert, ist es bei der Stahlindustrie die Quotenreglung. Von Seiten der brasilianischen Regierung heißt es jedoch, dass man auch weiterhin für Gespräche mit den USA offen sei.

Eine Verlängerung der Ausnahmeregelung, wie sie bereits für die EU zum Tragen kam, wurde in der Nacht auf den 1. Mai auch für Mexiko und Kanada durchgeführt. Eine Dauerlösung gibt es immerhin schon für Südkorea im Zuge des gemeinsamen Freihandelsabkommens. Für Argentinien, Brasilien und Australien konnte man laut Weißem Haus bisher Grundsatzvereinbarungen erzielen. Die Finalisierungen dieser sollen bis 1. Juni passieren.

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