Venezuela: Jährliche Inflationsrate bei fast 13.800%

09.05.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Unternehmen produzieren wieder mehr

Die Unternehmen in Deutschland haben im März die Produktion wieder hochgefahren .Nach einem Minus von 1,7% im Februar konnten Industrie, Bauwirtschaft und Versorger den Produktionsausstoß im März um 1,0% steigern. Die Experten hatten lediglich ein Plus von 0,8% erwartet. Zudem sind auch die Exporte nach drei schwächeren Monaten im März erstmals wieder gestiegen. Wie das statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag berichtete, haben die Ausfuhren zum Vormonat um 1,7% zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 1,8% niedriger. Die Importe sanken im März um 0,9% gegenüber dem Vormonat.

AMERIKA

US-Notenbank will bei Zinserhöhungen Börsenturbulenzen vermeiden

US-Notenbank-Chef Jerome Powell hat am Dienstag bei einer Veranstaltung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Zürich angekündigt, die Strategie der amerikanischen Geldpolitik so klar und transparent wie möglich zu kommunizieren. Damit sollen die Erwartungen gesteuert und möglichen Verwerfungen an den Märkten entgegengewirkt werden. Scheinbar unbedachte Äußerungen des damaligen Notenbankchefs Bernanke haben im Jahr 2013 zu deutlichen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten geführt. Der nächste Zinsschritt der Fed wurde bereits für den Juni signalisiert, einige Experten rechnen danach noch mit zwei weiteren Anpassungen in diesem Jahr. Damit würden Anlagen in den USA wieder deutlich attraktiver werden und ein massiver Kapitalabfluss aus den Schwellenländern könnte die Folge sein.

ASIEN

Chinas Präsident will Handelskonflikt mit den USA beenden

Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump die Bereitschaft seines Landes bekundet, die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften zu beenden. Es müsse ein Weg gefunden werden, den Konflikt vernünftig für beide Seiten zu lösen. Präsident Xi betonte die Notwendigkeit von stabilen Beziehungen zu den USA. Für ihn selbst sei eine gute Arbeitsbeziehung zum amerikanischen Präsidenten besonders von Bedeutung. Nachdem die Gespräche zwischen Delegationen beider Länder letzte Woche in Peking ohne Ergebnisse beendet wurden, sollen nun weitere Verhandlungen in Washington folgen.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS SCHRAUBT DIE ERWARTUNGEN NACH OBEN

Der deutsche Industrieriese hob im Rahmen der Präsentation der Quartalsergebnisse seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Man erwartet sich nun einen Gewinn je Aktie zwischen 7,70 und 8,00 Euro. Bis zuletzt hatte man noch mit 7,20 bis 7,70 je Anteilsschein gerechnet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Siemens einen Nettogewinn von 2,02 Milliarden Euro erzielen. Dabei profitierte man unter anderem von der Übertragung einer Beteiligung. Die Erlöse konnten stabil gehalten werden. Gut lief es aber auch in den digitalen Geschäftsbereichen von Siemens, während die Kraftwerkssparte erneut Probleme bereitet. In diesem Geschäftsbereich brach der Gewinn wieder ein. Der Konzern kämpft dort mit strukturellen Problemen, die mit der Energiewende einhergehen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

VENEZUELA: JÄHRLICHE INFLATIONSRATE BEI FAST 13.800%

Wie das von der Opposition kontrollierte Parlament Anfang der Woche mitteilte, betrug die Inflationsrate in Venezuela im April im Jahresvergleich fast 13.800%. Laut dem Vorsitzenden der Parlamentskommission für Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung ist Venezuela aktuell damit das Land mit der höchsten Hyperinflation weltweit.

Offizielle Zahlen wie beispielsweise die Inflationsrate werden seit dem letzten Jahr vom Parlament veröffentlicht, nachdem die Regierung Veröffentlichungen dieser Art eingestellt hatte. Neben der wirtschaftlichen Krise tobt in dem ölreichen Land auch ein politischer Machtkampf zwischen der linksnationalistischen Regierung von Präsident Maduro und der Mitte-rechts-Opposition.

Grund für die prekäre wirtschaftliche Lage des Landes war der in den letzten Jahren stark schwankende Ölpreis. Der Ölexport ist einer der wenigen Wege, wie das Land an Devisen kommt. Durch die angespannte wirtschaftliche Situation mangelt es der Bevölkerung an Lebensmitteln und Medikamenten, die nicht mehr importiert werden können.

Mittels Neubewertung der Landeswährung, dem Bolivar, versucht die Regierung die Inflation einzudämmen. Geht es nach Präsident Maduro so soll ab dem 4. Juni ein neues Zahlungsmittel in Umlauf gebracht werden, bei dem drei Nullen gestrichen werden. 1.000 Bolivar wären demnach ab Anfang Juni nur noch ein Bolivar wert.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück