NULL STEUERN WÄHREND DER VERANLAGUNG. DIE NEUE KAPITALBESTEUERUNG

03.01.2011

Künftig wird die Besteuerung von Erträgen der Konto- und Wertpapierdepotinhaber deutlich einfacher: 25% fixer Steuersatz für Jeden. Unabhängig vom persönlichen Progressionssatz. Direkt abgeführt durch die Bank. Ohne Steuererklärungspflicht. Das klingt einfach, und ist es auch. Vorausgesetzt man achtet auf Fallstricke, die ansonsten bis zu einer echten Vermögensbesteuerung führen könnten.

Statt bis zu 50% Steuersatz und Steuererklärungspflicht werden nun alle Erträge aus Kapitalveranlagungen mit 25% endbesteuert. So wie bisher bei den Zinsen werden nun bei allen Erträgen aus Wertpapierdepots die Steuern von der Bank abgeführt. Statt Spekulationsfristen und steuerfreien Kursgewinnen nach einem Jahr wird nun immer ein Viertel der Erträge an den Fiskus abgeführt. Unabhängig von der Haltedauer. Alle Konten und Depots sind damit voll endbesteuert. Weitere Finanzamtsmeldungen sind nicht erforderlich.

Allerdings kann die Bemessungsgrundlage für den Steuerabzug deutlich über den persönlich erzielten Nettoerträgen liegen, was dazu führen kann, dass die bezahlte Steuer höher ist, als der tatsächlich realisierte Ertrag.

VERLUSTE UND KOSTEN SCHMÄLERN DEN ERTRAG, ABER NICHT IMMER DIE STEUER...

Die Gewinne bei Wertpapierverkäufen werden jetzt vollautomatisch, gleich direkt von der Bank, versteuert. Werden aber Wertpapiere mit Verlust verkauft, so dürfen diese nicht gleich automatisch mit den Gewinnen saldiert werden, um die Steuer zu reduzieren.

Nur wer bereit ist, das Bankgeheimnis seines Depots zu lüften, der kann die Verluste über eine Offenlegung in der persönlichen Einkommensteuererklärung geltend machen. Allerdings hilft auch das nichts, wenn die Gewinne nicht im selben Jahr angefallen sind, wie die Verluste. Was aber leider oft der Fall ist, wie die Erfahrung zeigt.

Auch die Behandlung von Kosten der Veranlagung, wie Depot- oder Verwaltungsgebühren ist zu beachten. Kosten sind nicht nur nicht abzugsfähig von der 25%igen Ertragssteuer, sondern sie werden noch durch die Umsatzsteuer um 20% erhöht.

BESSER ALS DIE DIREKTANLAGE: DER INVESTMENTFONDS

Bei Investmentfonds ist das anders: die Kosten des Fondsmanagements sind bei der Steuerbemessung abzugsfähig und es fällt auch keine Umsatzsteuer im Fonds an. Im Vergleich zur Direktanlage heißt das: weniger Steuern führen zu einem Kostenvorteil von bis zu 60%. Auch die Verluste werden bei Fonds (teilweise) berücksichtigt: beim Verkauf der Fondsanteile wird nur der Nettogewinn besteuert. Allerdings werden während der Haltedauer jedes Jahr die Erträge des Fonds besteuert, was den Anteilswert entsprechend schmälert. Der Steuersatz für realisierte Kursgewinne ist zwar mit demnächst 15% - im Vergleich zu den sonst üblichen 25% - noch etwas begünstigt, aber auch hier kann unterm Strich ein Verkauf mit Verlust zu Steuern von über 100% führen.

VOLL ABSETZBARE KOSTEN, VERLUSTVORTRAG UND STEUERSTUNDUNG: DAS KANN NUR DIE ZERTIFIKATELÖSUNG

Die Lösung, bei der die Steuerbemessung immer auch den persönlichen Nettoerträgen entspricht, findet man nur beim vermögensverwaltenden Zertifikat. Dieses verbrieft die gesamte Vermögensverwaltung in einem Wertpapier. Alle Kosten und auch eventuell realisierte Verluste, auch wenn diese nicht im selben Jahr angefallen sind, werden mit den Erträgen gegen gerechnet. Die 25% Steuern fallen nur an, wenn Netto auch ein Gewinn bleibt. Allerdings erst, wenn tatsächlich Geld entnommen wird. Bis dahin bleibt der volle Zinseszinseffekt erhalten, das Vermögen wird nicht laufend durch Steuerzahlungen geschmälert. Das Bankgeheimnis bleibt immer gewahrt. Damit ist die neue Kapitalbesteuerung wirklich einfach: Null Steuern während der Veranlagung, 25% auf den realisierten Nettogewinn nach Spesen bei der Entnahme.

Unterschrift Jauk ©capital bankUnterschrift Veyder-Malberg ©capital bank

Christian Jauk
Vorstandsvorsitzender

Constantin Veyder-Malberg
Mitglied des Vorstandes

 

PS: Selbstverständlich werden auch bei unserem Vermögensverwaltenden Zertifikaten alle Produktprovisionen gutgeschrieben. Stattdessen gibt es ein erfolgsabhängiges Honorar. Das halten wir für fair.

grafik_nachsteuer-entwicklung ©Bloomberg

Die Grafik stellt Beispielhaft die Nachsteuer-Entwicklung eines fiktiven Aktienfonds mit einem jährlichen Vorsteuer-Ertrag von 8% und einer Turnover Rate von 100% sowie die Nachsteuer-Entwicklung eines Indexzertifikats auf ein identes Aktienportfolio dar.
Quelle: eigene Berechnungen, alle Angaben ohne Gewähr

Für nähere Details wenden Sie sich bitte an eines unserer Private Banking Teams:

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