Zyperns Sparer zahlen Bankenrettung. Ein Präzedenzfall?

27.03.2013

Nach zähen Verhandlungen ist es nun gewiss. Zyperns Bankkunden werden an der Rettung zweier Geldinstitute beteiligt. Damit schlägt die Eurozone einen neuen Weg ein und bricht ein Tabu. Bisher wurden Europas Sparer bei Bankenrettungen stets verschont. Zyperns Modell soll jetzt aber Schule machen. Zumindest wenn es nach dem Vorsitzenden der Euro-Gruppe Jeroen Dijsselbloem geht.

Mit einem Anteil von 0,15% des Bruttoinlandsproduktes der Europäischen Union ist Zypern wirtschaftlich unbedeutend. Und prädestiniert, um ein Exempel zu statuieren. Brüssel will die Verluste des Finanzsektors nicht mehr zu Schulden der Steuerzahler machen. Das wurde im „Zypern-Experiment“ deutlich gemacht. Wer Banken Geld leiht, trägt das Risiko der Bankeninsolvenz - auch mit dem Sparbuchvermögen. Die Zeit der Vollkaskoversicherung ist vorbei.

ENDE DER VOLLKASKOÖKONOMIE?

Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen. Das war das Credo der vergangenen Jahre. Banken wurden bereitwillig aufgefangen und mit Staatsgeldern rekapitalisiert. Private Anleger – vom Sparbuchinhaber bis zum Anleihegläubiger – wurden verschont. Der Staat bezahlte aber nicht die Rettung der Banken, wie es gerne so schön heißt! Er bezahlte die Rettung der Sparer, der Versicherungen und der Pensionskassen. Das Ergebnis aber ist eine „Vollkaskoökonomie“ ohne marktwirtschaftliche Mechanismen. Risiko und Ertrag werden dadurch entkoppelt, was zu falschen Entscheidungen führt. Zypern war nicht nur ein Steuerparadies für internationale Vermögen. Der Inselstaat lockte Anleger vor allem auch mit hohen Zinsen. Das hätte misstrauisch machen sollen. Hat es aber nicht. Schließlich durfte man auf Hilfe aus Brüssel hoffen

ZINSEN VERGLEICHEN ZAHLT SICH AUS

Es muss ein Umdenken statt finden. Nicht weil das System krank ist, sondern weil es gesundet. Zyperns Fall hat schließlich auch eines gezeigt: Europa hat sich aus der Geiselhaft befreit. Angeschlagene Banken müssen nicht mehr bedingungslos gerettet werden, um den Euro zu schützen. Paradoxerweise zwingt diese zunehmende Stabilität der Eurozone den Sparer aber zu erhöhter Vorsicht. Denn einige Banken stehen nach wie vor auf tönernen Füßen. Ihre Rettung ist aber keinesfalls mehr in Stein gemeißelt. Weitere Pleiten werden folgen. Ein Vergleich der Sparbuchzinsen zahlt sich daher aus. Denn es gilt eine Faustregel: Je höher die Zinsen, desto dringender ist der Kapitalbedarf – desto höher ist das Risiko.

VERTRAUEN IST GUT - DIE RICHTIGE BANK IST BESSER

Aber welche Bank ist die Richtige? Die Systemrelevanz als Qualitätskriterium hat mit dem Exempel Zypern ein Ende gefunden. Aus eigener Erfahrung als nicht systemrelevantes Haus wissen wir: verlassen kann man sich nur auf die eigene Kraft. Bei uns sichtbar in Form von über 23% Eigenmittelquote und spürbar in Form der Tradition eines Konzerns mit 185 Jahren in Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Damit das so bleibt, verzichten wir bewusst auf Wachstum in der Bilanz. Denn die beste Bank, ist die Bank, die Ihr Geld gar nicht braucht. So wie wir.

Denn wir wollen nur Ihr Bestes. Nur nicht Ihr Geld. Vielmehr freuen wir uns über Ihr Vertrauen. Damit wir diesem gerecht werden, haben wir uns verpflichtet keine Finanzprodukte mehr zu verkaufen. Stattdessen suchen wir nach Lösungen. Damit mit Ihrem Geld keine Exempel statuiert werden können.

Weil man mit dem Staat als Retter ohnehin nie rechnen soll, haben wir eine besicherte Form der Vermögensverwaltung entwickelt. Bei der ein Bankenzusammenbruch kein Risiko bedeutet. Und wenn der Staat schon nicht zahlt, dann sollen auch Sie während der Veranlagung keine Steuern an den Staat zahlen.

Das macht Sie misstrauisch? Das sollte es auch. Denn vor jeder guten Anlageentscheidung steht eine genaue Prüfung. Wir freuen uns darauf!

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