Ich bin Stifter.

Es besteht ein Spannungsfeld zwischen eindeutigen Regelungen durch den Stifter und einer notwendigen Flexibilität in der Ausgestaltung der Stiftungsrichtlinien. Dies ist Vielen bei der Errichtung der Privatstiftung nicht bewusst. Ein einfaches Beispiel soll es verdeutlichen. Ein Stifter konnte bei der Gründung z.B. 1995 davon ausgehen, dass sein gestiftetes Wertpapier-Vermögen ohne Währungs- und Bonitätsrisiko einen jährlichen Ertrag von ca. 5 % oder mehr erzielen würde. Aus dem Zufluss sollten die Begünstigten versorgt werden. Aufgrund schlechter Erfahrungen hat er jegliches Währungs- und Bonitätsrisiko ausgeschlossen. Bevor der Stifter wegen der aktuellen Zinssituation, die Anlagerichtlinien diesbezüglich ändern konnte, verstarb er. Die Versteinerung der Stiftung war die Folge. Die Stiftungsvorstände handeln der Stiftungsurkunde entsprechend. Deshalb erhalten die Begünstigten heute keinen Ertrag aus der Veranlagung. Der Willen des Stifters wird nicht erreicht.

Bei der Gestaltung der Stiftungsrichtlinien muss folglich klar sein, dass es sich bei einer Privatstiftung um ein langfristiges, Generationen übergreifendes Instrument handelt. Und sich die Rahmenbedingungen stark ändern können. Wie Sie inhaltliche Fehler reparieren können, erfahren Sie in Gesprächen mit unseren Beratern und dem großen Netzwerk der Capital Bank.

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